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Hypnotherapie – Wikipedia

hypnose

Als Hypnotherapie plus Hypnosepsychotherapie werden heute Therapieformen zusammengefasst, die u. a. das vorhandene Wissen über die Wirkung von Trance und Suggestionen therapeutisch nutzen. Um Heilungs-, Such- und Lernprozesse zu fördern, wwe entweder Hypnose im mehr formalen Sinn praktiziert oder es werden alltägliche Tranceprozesse für the therapeutische Arbeit genutzt. Daneben kann Hypnotherapie auch als Selbsthypnosetraining bzw. Erlernen von (Tiefen-) Entspannungsübungen gestaltet werden.

Dans la guerre d’Australie, Ainslie Meares ein Pionier der Hypnotherapie.

Im anglo-amerikanischen Gebiet wurde die Hypnose zunächst bei Verhaltensproblemen, Neurosen, psychosomatischen Erkrankungen und in der Medizin erfolgreich angewendet, u. a. vom Psychiater Milton H. Erickson, der heute als Begründer der modernsten Form der Hypnose, der Hypno (psycho) therapie oder der klinischen Hypnotherapie golden.

Der Umfang der Therapie beschränkt sich oft auf wenige Sitzungen. Die Behandlung geschieht auftragsorientiert: Der Therapeut ermittelt mit den Klienten Ziele, die in der weiteren Beratung verfolgt und deren Erreichen am Ende überprüft werden. Voraussetzung für eine gelingende Therapie ist der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung für das Verfolgen der gemeinsam gesetzten Ziele.

In der Regel wird im therapeutischen Kontext zwischen der Hypnose und der eigentlichen therapeutischen Arbeit unterschieden. Ainsi, kann die Tiefenentspannung und sogenannte hypnotische Trance durch verschiedene Verfahren induziert werden; im therapeutischen Teil kann rein hypnotherapeutisch gearbeitet werden, es können aber auch Elemente aus anderen psychotherapeutischen Verfahren einfließen.

Charakteristisch aber nicht notwendig ist der Einsatz von Suggestion und die Einleitung und Nutzung eines durch vorherige Tiefenentspannung veränderten, aber jedenfalls wachen Bewusstseinszustandes. Diese Form des Wach-Bewusstseinszustand wird hypnotische Trance genannt. Andere Meditations-Techniken wie z. B. Méditation mantra ou méditation vocale, die auch zu Trance oder trance-ähnlichen Zuständen führen können, werden heute ebenfalls von manchen geschulten Therapeuten hypnotherapeutisch genutzt; man kann dann auch von „therapeutischer Meditation“ sprechen.

Die modernne Hypnotherapie wurde stark durch Milton H. Erickson geprägt. Bei der Hypnose nach Erickson handelt es sich um eine kommunikative Kooperation von Therapeutics und Klient, wobei der Hypnotherapeut dem Klienten hilft, in eine hypnotische Trance zu gelangen und diesen Zustand für die Veränderungsarbeit zu nutzen. Im Tiefenentspannungszustand steht die vom Bewusstsein des Klienten ausgeübte Kontrolle mehr im Hintergrund, dadurch öffnen sich Zugänge zu unbewussten Prozessen. Der Hypnotherapeut nutzt unter andderem Metaphern, Sprachbilder, Analogien und Wortspiele, um bei dem Klienten in Trance neue Ideen und Lösungsmöglichkeiten fine seine Probleme anzuregen. Die Kontrolle darüber, welche dieser Ideen er annimmt und Wie er sie nutzt, bleibt dabei vollkommen beim Klienten.

Erickson hate dabei ein erweitertes Verständnis vom Unbewussten, als bis bis dahin mancherorts dans la Psychotherapie üblich war. Er glaubte, dass das Unbewusste auch eine Quelle von Ressourcen und Kreativität darstellt, und nicht, wie im engeren Freudschen Sinn, vorwiegend der Sitz des Abgelehnten und Verdrängten sei. Auch er sah allerdings im Bewusstsein eher einen Störfaktor für Persönlichkeitsveränderungen und versuchte, den analytischen Verstand mit Tranceinduktionen abzulenken, um dem Unbewussten Raum zu geben für kreative Veränderungen im Klienten.

In seinen späten Lebensjahren hat Erickson keine klassischen Tranceinduktionen mehr angewendet. Er war ein Meister der Sprache, der durch Geschichten und Metaphern natürliche Trancezustände anregte und nutzte. Ericksons sprachliche Fähigkeiten haben viele seiner Schüler fasziniert. Ernest Rossi sowie Richard Bandler et John Grinder haben versucht, die hypnotischen Sprachmuster in ihren Büchern explizit lernbar zu machen. Die Wirksamkeit der „Erickson’schen Hypnotherapie“ ist seit vielen Jahrzehnten erprobt und erwiesen. Bedeutende amerikanische Vertreter der Erickson’schen Hypnotherapie sind, Jeff Zeig, Ernest Rossi, Jay Haley et Stephen Gilligan.

Die Wirksamkeit von Hypnotherapie wurde in Studien nachgewiesen. Die folgende Tabelle[1] aus dem Jahr 2003 orientiert sich an den im ICD-10 gelisteten Störungen. Bei den in der mittleren Spalte genannten Störungen ist die Anwendung empirisch gut bewährt. In den in der rechten Spalte gelisteten Fällen ist die Anwendung vielversprechend, aber – bisher – ohne ausreichenden empirischen Beleg.

Kategorien nach ICD-10 Störungsbereiche mit empirisch belegter Wirksamkeit Weitere indizierte Störungsbereiche
Affectif Störungen (F3) Dépression, hypomanie
Angststörungen (F40, 41, 42) Phobien Panikattacken, Zwang
Belastungsstörungen (F43) Akute Belastung, postraumatische Belastung, Anpassungsstörung
Dissoziative, Konversions-, Somatoforme Störungen (F44, 45, 48) somatoforme Schmerzen, Reizdarm, Fibromyalgie u. a. Autonome Funktionsstörungen, Konversionen, Hypochondrie, Dissoziative Identitätsstörung, Amnesie, Fugue, Stupor
Essstörungen (F50) Essattacken, Körperbild bei Essstörungen Bulimie, Anorexie
Andere Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen (F51, 52, 21) Schlafstörungen, sexuelle Störungen
Psychische und soziale Faktoren bei somatischen Krankheiten (F54) Operationsschmerz, Geburtsschmerz, Krebsschmerz, Migräne u. a. Acouphènes
Persönlichkeitsstörungen (F60) Verhaltensstörungen (F63–69) Abnorme Gewohnheiten, Störung der sexuellen Identität und der sexuellen Präferenz, strukturelle Frühstörungen
Abhängigkeit und Substanzmissbrauch (F1, 55) Nikotinabhängigkeit Alcoolisme, Missbrauch von Psychotropen Drogen
Schizophrenie und wahnhafte Störungen (F29) Schizophrenie ohne Intelligenzminderung
Hirnorganische Störungen Lähmung nach Insult, Infarkt, bei MS
Zusätzlich Adiposites
Kinder und Jugendliche Schmerzkontrolle, Enuresis, Übelkeit und Erbrechen bei Krebs Tics, Aufmerksamkeitsstörungen, Störungen des Sozialverhaltens

Kontraindikation Absolute besteht meist bei einer akuten Psychose, psychotischen Zuständen (Manie, schizophrener Schub) et bei paranoiden Vorstellungen. Da eine grundsätzliche Therapiemotivation notwendig ist, können antisoziale Persönlichkeitsstörungen durch Hypnose kaum beeinflusst werden.

Relative Kontraindikation liegt meist dann vor, wenn Rapportverlust während der Hypnose droht, wie bei schweren Borderline- und narzisstischen Störungen. Ursächlich ist die veränderte Realitätsorientierung in der hypnotischen Trance, die nur dann genutzt werden kann, wenn der Rapport aufrechterhalten bleibt.

Die Anwendung bei histrionischer Persönlichkeitsstörung ist umstritten. Einerseits ist zwar meist eine hohe Sugiribilität bei den Patienten vorhanden, andererseits jedoch wird die Gefahr des „Agierens“ vermutet.

Keine direkte Kontraindikation besteht bei traumatisierten Personen, jedoch ist in diesen Fällen ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen erforderlich. Insbesondere bei Missbrauchsopfern kann die Situation der Hypnose mit der meist stark asymmetrischen Rollenverteilung das Gefühl der Ohnmacht des Patienten wecken, das gerade therapeutisch bearbeitet wird. Wird vermutet, dass nicht erinnerbare Kindheitstraumata symptomauslösend sind, ist zu beachten, dass die Gefahr von Fehlerinnerungen und induzierten Verzerrungen besteht.[2]

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En Allemagne, Wurde die Hypnotherapie vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie im Jahr 2006 als wissenschaftliche Psychotherapiemethode im Sinne du § 11 des Psychotherapeutengesetzes für Erwachsene in bestimmten Anwendungsbereichen anerkannt. À Österreich ist Hypnotherapie – unter dem Namen „Hypnosepsychotherapie“[3] – eine gesetzlich anerkannte Psychotherapierichtung auf tiefenpsychologischer Basis.

Die Anerkennung als wissenschaftliche Psychotherapiemethode[4] im Sinne des § 11 des deutschen Psychotherapeutengesetzes erstreckt sich auf folgende Anwendungsbereiche und kann damit auf Antrag von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden:

  • Für Erwachsene: Psychische und soziale Faktoren bei somatischen Krankheiten sowie Abhängigkeit und Missbrauch (Raucherentwöhnung und Methadonentzug).
  • Bei Kindern und Jugendlichen gibt est bislang keinen Anwendungsbereich, in dem sie wissenschaftlich in diesem Sinne anerkannt ist. Die kurzfristige Wirksamkeit der Hypnotherapie bei Kindern und Jugendlichen zur besseren Bewältigung von Chemotherapien bei Krebserkrankungen und weiteren belastenden medizinischen Interventionen ist jedoch belegt.

Weiterhin wird sie nicht als Verfahren für die vertiefte Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten und zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten gemäß § 1 Abs. 1 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Psychologische Psychotherapeuten empfohlen.

Der Einsatz der Hypnose in der Medizin und in der Psychotherapie ist gesetzlich geregelt. Sie gehört zu den von den deutschen Krankenkassen anerkannten Leistungen und wird auch als Ergänzung zu vielen herkömmlichen Methoden eingesetzt.

À Österreich ist die langjährige Ausbildung zum Hypnopsychotherapeut gesetzlich geregelt. Sie ist auf wissenschaftliche, psychanalytische und tiefenpsychologische Theorien bzw. Betrachtungsweisen in Verbindung mit verhaltenstherapeutischen Vorgehensweisen aufgebaut.

Prinzipielle Risiken bei der Anwendung von Hypnose sind:

  • Unspezifische Nebenwirkungen z. B. Kopfschmerz
  • Retraumatisierung durch reaktivierte belastende Erinnerungen in Trance
  • Dekompensation und Auslösung von larvierten Depression, Manie, Psychose[5]

Darüber hinaus kann Hypnotische Regression Schaden anrichten, indem sie den Betroffenen falseche Erinnerungen einpflanzt, die den Vorstellungen des Therapeuten entspringen und deren Akzeptanz durch den Klienten negative Konsequenzen für den Klienten und habine kmienten und Eine Vielzahl experimenteller und klinischer Studien konnte zeigen, dass unter Hypnose erlangte tatsächliche Erinnerungen nicht sicher von im hypnotischen Prozess erzeugten Pseudoerinnerungen unterschieden werden können. (La guerre de Schon Hippolyte Bernheim meurt Phänomen als „retroaktive Halluzination“ bekannt.) Viele Fachleute glauben, dass eine solche Unterscheidung grundsätzlich unmöglich ist; ihnen erscheinen die durch hypnotische oder hypnoseähnliche Verfahren gewonnenen Erlebnisberichte deshalb hinsichtlich ihres Realitätsgehaltes generell fragwürdig. Hochhypnotisierbare halten hypnotisch induzierte Pseudoerinnerungen generell für wahr. Das Phänomen hypnotisch erzeugter Erinnerungsverfälschungen tritt häufiger auf als bislang angenommen worden war und wird offenbar von kontextuellen Faktoren bestimmt. Typisch für diese Art von Pseudoerinnerungen ist, und das ist das Wesentliche, dass das vor der Hypnose liegende Gedächtnismaterial ebenfalls beeinflusst wird.[6]

  • Walter Bongartz, Bärbel Bongartz: Hypnosétherapie Hogrefe-Verlag, Göttingen 2000, ISBN 3-8017-1321-0.
  • Stephen G. Gilligan: Therapeutische Trance. Carl-Auer-Verlag, Heidelberg 2008, 5. Auflage, ISBN 978-3-89670-485-6.
  • Dietrich Langen: Die gestufte Aktivhypnose, Eine Anleitung zur Methodik und Klinik. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 1979, ISBN 3-13-368805-7.
  • Georg Milzner: Die Poesie der Psychosen. Zur Hypnotherapie des Verrücktseins. Psychiatrie-Verlag, Bonn 2001, ISBN 978-3-88414-270-7.
  • Burkhard Peter: Einführung in die Hypnotherapie. Carl-Auer-Verlag, Heidelberg 2007, ISBN 3-89670-467-2.
  • Dirk Revenstorf, Burkhard Peter: Hypnose en psychothérapie, Psychosomatik und Medizin. Springer-Medizin-Verlag, Heidelberg 2009, 2. Auflage, ISBN 978-3-540-24584-1.
  • Dirk Revenstorf: Expertise zur wissenschaftlichen Evidenz der Hypnotherapie 2003. Expertise für den Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie. Tübingen, janvier 2003 (verfügbar online, aufgerufen 11. décembre 2013).
  • Gunther Schmidt: Einführung in die hypnosystemische Therapie und Beratung. Carl-Auer-Verlag, Heidelberg 2005, ISBN 3-89670-470-2.
  • Lewis R. Wolberg: Hypnoanalyse, 2e édition. Grune et Stratton 1964
  1. Revenstorf et al.: Expertise zur wissenschaftlichen Evidenz der Hypnotherapie 2003. Expertise für den Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie. 31. (PDF) Milton Erickson Gesellschaft für klinische Hypnose (MEG), janvier 2003, abgerufen am 10. juli 2014.
  2. Gutachten zur wissenschaftlichen Anerkennung der Hypnotherapie, 27 mars 2006
  3. [1] ÖGATAP Österreichische Gesellschaft für angewandte Tiefenpsychologie und allgemeine Psychotherapie, Fachspezifikum Hypnosetherapie
  4. Wissenschaftlicher Beirat Psychotherapie: Gutachten zur wissenschaftlichen Anerkennung der Hypnotherapie
  5. D Revenstorf: hypnose Schaden durch. Z f. Hypnose und Hypnotherapie 2011, Bd. 6, S. 141-160
  6. Hans-Christian Kossak: Hipnosa Lehrbuch für Psychotherapeuten und Ärzte. Belz Verlag, Weinheim, Bâle 3. korr. Auflage 1997. ISBN 978-3-8289-5270-6, S. 573–574.


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